Braunkohle- und Heimatmuseum Steinberg

Heimatkundlicher Arbeitskreis Steinberg-Wackersdorf e.V

Exponat des Monats

  • Exponat des Monats Januar 2021

    Während heutzutage Glückwünsche zum Jahreswechsel meist per WhatsApp oder telefonisch ausgetauscht werden, war es damals üblich eine Karte zu schreiben. „Viel Glück im neuen Jahr“ wünschte Anton Schreiner der Lehrerstochter Betti Klamm, die sich damals in Weiherhammer bei Weiden aufhielt. Die Prägekarte wurde 1912 in Schwandorf, also vor genau 110 Jahren abgeschickt.

    Auch wir wünschen unseren HAK-Mitgliedern und allen, die sich für Heimatgeschichte interessieren, ein gesundes Jahr 2022 - vor allem Gesundheit!

  • Exponat des Monats Februar 2021

    Wer kann sich noch an den schrillen Signalton erinnern, die an Bandanlagen oder Großgeräte angebracht werden?

    In den Morgenstunden des 13. März 1961 ereignete sich an der Bandanlage (Nähe Friedhof Wackersdorf) ein schwerer Betriebsunfall. Der Antriebswärter Karl Jäger war mit einem Arm ins laufende Förderband geraten und wurde dabei tödlich verletzt. Nachdem es wiederholt tragische Arbeitsunfälle an Förderbandanlagen gab, wurden Signalhörner installiert. Ein dreimaliger langer Signalton bedeutete: „Achtung – Band fährt an“.

  • Exponat des Monats März 2021

    Eigentlich grenzt es fast an ein Wunder, dass die Heilige Barbara das Jahr 2015 überstanden hat, als ihr Stammplatz dem Bagger zum Opfer fiel. Seit 1913 schmückte sie die Fassade der prächtigen Villa von Generaldirektor Oskar Kösters, der sich leider nur bis Sommer 1927 an ihr erfreuen konnte. In den folgenden Jahrzehnten grüßte sie Beschäftigte der BBI, die am gegenüberliegenden Bahnhof dem Posten 1 zur Arbeit nach Wackersdorf fuhren als auch die Besucher des Krankenhauses.

    Nur einem Zufall ist es zu verdanken, dass bei einem Gespräch mit Konrad Pretzl, dem eigentlichen Retter der Statue, ihre Existenz wieder in Erinnerung gebracht wurde. Das St. Barbara Krankenhaus überlies die rund drei Zentner schwere Heiligenfigur dankenswerter Weise dem Heimatkundlichen Arbeitskreis als Dauerleihgabe. Seit wenigen Tagen hat die Heilige Barbara nun wieder einen würdevollen Platz im Eingangsbereich des Braunkohlemuseums gefunden.

    Glück Auf!

    (Foto und Text: Hans-Peter Weiß)